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Tipps zur Verwendung von CO2-Lasermaschinen (Teil 1)

2026-03-20

CO2-LasermaschinenSie werden in der Schilder- und Kennzeichnungsindustrie häufig eingesetzt und können nahezu alle Materialien – mit Ausnahme von Reinmetallen – sowohl gravieren als auch schneiden. In dieser zweiteiligen Serie geben wir Ihnen einige praktische Expertentipps zur Verwendung dieser Geräte. CO2-Lasermaschinen, beginnend mit dem Laserschneiden in diesem ersten Teil.


Beherrschung von Schneideeffekten


1. DPI anpassen:

Um eine perfekte Kontrolle über die Kantenqualität zu erreichen, können Sie die DPI-Auflösung in Ihrer Gravursoftware an das jeweilige Material anpassen.

Bei der Bearbeitung von Holz empfiehlt sich beispielsweise eine Vektorbildauflösung von 300–500 DPI, um ein Versengen oder Schwarzfärben der Kanten zu vermeiden. Zusätzlich kann vor dem Schneiden eine Schutzfolie auf das Material aufgebracht werden; dies verhindert Brandspuren und sorgt für ein sauberes und staubfreies Endergebnis.

Bei der Bearbeitung von Acrylglas können Sie mit einer Vektorauflösung von über 1000 DPI glatte Kanten erzielen, die einer hochglanzpolierten Oberfläche ähneln. Diese Einstellung gewährleistet einen sauberen, präzisen Schnitt und ist somit ideal für hochwertige Produkte.


2. Fokussierung:

Bei Materialien mit einer Dicke von mehr als 3 mm ist die richtige Fokuseinstellung auf ein Drittel der Materialdicke entscheidend für einen sauberen, geraden Schnitt. Lasermaschinen fokussieren zwar üblicherweise automatisch auf die Materialoberfläche, Sie sollten den Fokuspunkt jedoch manuell *innerhalb* des Materials und nicht direkt auf der Oberfläche positionieren.

Wenn Sie beispielsweise 10 mm dickes Holz schneiden, stellen Sie den Fokusversatz auf 3 mm ein. Das mag wie ein rein technisches Detail erscheinen, aber wenn es um höchste Präzision geht, zählt jeder Millimeter! Wir empfehlen außerdem, beim Schneiden dickerer Materialien ein 4"-Objektiv mit längerer Brennweite zu verwenden.


CO2 Laser Machine


3. Beginnen Sie mit dem Schneiden von innen nach außen:

Innenformen sollten vor Außenformen geschnitten werden – insbesondere bei Verwendung eines Stifttisches. Dadurch wird ein Verrutschen oder Verziehen des Werkstücks verhindert. In Ihrer Graviersoftware können Sie der Schnittreihenfolge bestimmte Farben zuweisen und so die Schneidleistung verbessern.


4. Luftunterstützung:

Beim Schneiden von Materialien mit hoher Leistung können Flammen entstehen. Diese lassen sich mit der Druckluftdüse neben dem Laserkopf löschen. Dies schützt nicht nur die Linse und beseitigt Brandgefahren, sondern gewährleistet auch eine saubere Schnittfläche, da der Luftstrom Rauch und Materialreste abführt. So wird verhindert, dass diese Rückstände vom Laser erneut erhitzt werden und an den Schnittkanten haften bleiben – ein Prozess, der die Oberfläche uneben und optisch unansehnlich machen kann.

Schneidetipps für gängige Materialien


5. Holz biegen:

Ein CO2-Laser kann zum Biegen von Holz verwendet werden. Beispielsweise können Sie mit Ihrer Gravursoftware filigrane Rautenmuster entwerfen und ausschneiden, die als elegante Scharniere dienen – perfekt für Projekte wie Schachteln oder Miniaturmodelle.


6. Acryl schneiden:

Beim Schneiden von Acryl hat die Wahl des Schneidtisches einen erheblichen Einfluss auf die Gravurqualität.

Ein wabenförmiger Arbeitstisch eignet sich hervorragend zur Fixierung von Werkstücken während des Schneidprozesses; Acrylglas reagiert jedoch sehr empfindlich auf Reflexionen des Laserstrahls. Die Kanten der Wabenstrukturen können daher leichte Spuren auf der Unterseite der Acrylglasplatte hinterlassen.


Ein Stifttisch ist ein hervorragendes Werkzeug zum Laserschneiden. Er minimiert die Kontaktfläche zum Material und beugt so Reflexionsspuren vor, während die zugeschnittenen Teile verzugsfrei durchfallen. Die Stifte sollten so positioniert werden, dass der Laserstrahl keine Kontaktpunkte direkt durchdringt.


7. Acryl biegen:

Bei Acrylmaterialien kann man das Material erwärmen – ohne es tatsächlich zu schneiden oder zu gravieren –, indem man den Laserstrahl einige Millimeter nach oben defokussiert. Dadurch wird das Acryl entlang bestimmter Linien weicher und lässt sich leichter biegen.

Beispielsweise bearbeiteten wir mit einer LS100-Maschine ein 3 mm dickes Blech. Mit einem CO₂-Lasergravierer gravierten wir eine 1 mm breite Scanlinie mit einem Defokus von 40 mm und einer niedrigen Geschwindigkeit von 15 %. Die Leistung betrug ca. 40 W und die Auflösung 2400 dpi.


Damit ist die heutige Einführung abgeschlossen. Nehmen Sie sich etwas Zeit, um diese Informationen zu verarbeiten und in die Praxis umzusetzen. Nächstes Mal stellen wir Ihnen weitere CO2-Lasergravurtechniken vor – verpassen Sie es also nicht!